Technik im Terrarium

Dies ist der dritte Teil einer Königspython Artikel Serie, in der ich über meine Erfahrung mit Königspythons schreibe. Die weiteren Artikel sind unten verlinkt!

Um die unter „Klima“ genannten klimatischen Verhältnisse im Terrarium konstant aufrecht zu erhalten, setze ich folgende Komponenten ein:

  • 1 Steckdosenleiste
  • 2 Zeitschaltuhren
  • 2 Keramikfassungen
  • 1 Thermostat mit Fernfühlung
  • 1 Keramik „Infrarot“ Wärmestrahler
  • 1 Leuchstoffröhre
  • 1 Doppel Reflektor „Reptilien-“ Lampe

Update

Dieser Artikel spiegelt nicht den finalen Ausbau des Terrariums wieder (falls es sowas überhaupt gibt). Seitdem ich diesen Artikel verfasst habe, hat sich einiges geändert. Ich finde aber inhaltlich gar nicht so wichtig, welche Komponenten genau genutzt werden. Es geht in diesem Artikel viel mehr um den Grundaufbau eines Terrariums und soll Anfängern ein Gefühl für Umfang und Kosten vermitteln.

Steckdosenleiste

Hierbei handelt es sich um eine handelsübliche Mehrfachsteckdose mit einen zusätzlichen Ein-/Ausschalter. Über diese werden die Geräte im Terrarium angeschlossen.
Kostenpunkt: ca. 5 Euro

Zeitschaltuhr

Diese bekommt man mittlerweile sogar in den bekannten Lebensmittel Großketten für einen wirklich guten Preis. Ich benutze hier elektronische Geräte mit einer automatischen Sommer-/Winterzeitumstellung. Verschiedene Programmiermodi sind zwar vorhanden, kommen aber aufgrund der konstanten Verhältnisse im Terrarium nicht zum Einsatz.
Hier wird je eine für die Leuchtstoffröhren und die Reflektorlampe benutzt.
Kostenpunkt: ca. 8 Euro

Keramikfassung

Kerasmikfassungen kommen immer da zum Einsatz wo sehr hohe lokale Temperaturen entstehen können. Dies ist sowohl bei der Reflektorlampe als auch beim Wärmestrahler der Fall. Die Keramikfassungen sind ein Muß, da normale Plastikfassungen schmilzen und Metallfassungen sich verziehen würden.
Sie werden meist mit einem ca. 2m langen Kabel und einem Ein-/Ausschalter geliefert.
Kostenpunkt: ca. 10-15 Euro

Thermostat mit Fernfühlung

Dies ist das „Gehirn“ des Terrariums und die gleichzeitig eine der wichtigsten Komponenten. Es erlaubt das Regeln von mehreren Geräten über eingebaute Stromanschlüsse. Diese Geräte gibt es in verschiedenen Varianten, meines besitzt ein 1,5m langes Fernfühlkabel welches im Terrarium nahe des Lieblingsplatzes meiner Köpis liegt. Dort nimmt es die Temperatur wahr und schaltet, je nach eingestellter und gefühlter Temperatur die angeschlossenen Geräte ein bzw. aus. Bei mir ist  nur der Wärmestrahler angeschlossen, da dieser die einzige Wärmequelle im Terrarium darstellt.
Das Steuergerät selbst ist inklusive der Stromanschlüsse ausserhalb des Terrariums angebracht.
Es handelt sich um das Gerät „ReptiTemp 500R“ von „ZooMed (Laboratories Inc.)“, kann Reptilienheizungen in einem Bereich von 25-40 Grad Celsius regeln und verfügt über 2 direkte Stromanschlüsse.
Kostenpunkt: ca. 58 Euro

Keramik „Infrarot“ Wärmestrahler

Dieser Wärmestrahler stellt die Wärmequelle in meinem Terrarium dar und verfügt über eine Leistung von 100W. Ich setzte schon seit längerem keine Bodenheizung mehr ein, da ein solche meinem Verständniss von natürlichen Bedingungen widerspricht. In der Natur Wärme vorallem durch die Sonne erzeugt, die wie der Wärmestrahler auch, von oben ihre Strahlung abgibt. Natürlich erhitzt sich in der Natur der Boden und gibt die Wärme auch noch nach Sonnenuntergang langsam ab, aber in einem Terrarium würde dies zur Austrocknung des Bodens und im schlimmsten Falls des Schlangenbauches selbst führen (was widerum mindestens Probleme bei der Hätung hervorruft!).
Ich habe, seit dem alle Bodenheizungen raus sind, ein besseres Klima und durchweg gute Häutungen (keine tausend Fetzen wie vorher) bei meinen Tieren beobachten können.
Bei dem Strahler handelt es sich um das Gerät „Reticare – Ceramic Infrared Head Emitter“ von „ZooMed (Laboratories Inc.)“, mit einer Leistung von 100 Watt (was im Normalfall ausreichend ist für 100-200 Liter Terrarien). Man erreicht durch dieses Gerät eine Erhöhung der Lufttemperatur im Terrarium um 5 bis 10 Grad gegenüber der Aussen-/Zimmertemperatur. Es hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 25.000 Stunden und erzeugt keine sichtbare Strahlung die den Tag-/Nachtrhythmus stören könnten!
Kostenpunkt: ca. 25 Euro

Doppel Reflektor „Reptilien-“ Lampe

Ich halte eine „künstliche Sonne“ in jedem Terrarium für ein Muß! Diese liefern dem Tier nicht nur einen lokalen Wärmespot wo sie ein „Sonnenbad“ einnehmen, also sich aufheizen können, sie tragen auch aktiv zur Annährung an die nätürlichen Verhältnisse bei. Der Reflektor läuft bei mir 5 Stunden am Tag und simuliert so die mittagliche Hitzephase zwischen 11 Uhr und 16 Uhr.
Hier setze ich das Gerät „Repti – Basking Spot Lamp“ von „ZooMed (Laboratories Inc.)“ein, welches über eine Leistung von 100 Watt verfügt und eine durchschnittliche Lebesdauer von 2.000 Stunden besitzt.
Kostenpunkt: ca. 10 Euro

Leuchstoffröhre

Die Lichtverorgung meiner Schlangen wird durch eine Leuchstoffröhre sichergestellt, welche 12 Stunden am Tag in einem konstanten Tag-/Nachtrhythmus läuft.
Nähere Informationen hierzu und zu der erforderlichen Stromversorgung folgen in Kürze!

Reptilien Wasserfall

Leute, ich habe vor einiger Zeit einen Wasserfall gekauft, der sowohl gut aussehen als auch die Luftfeuchtigkeit konstant erhöhen sollte.

Tja, ich kann nur sagen: FINGER WEG! Das Ding taugt gar nichts und ist nebenbei bemerkt auch noch sau teuer. Das Problem ist, das er schlecht konzipiert wurde und im laufenden Betrieb ständig Wasser heraus spritzt. Somit wird die Umgebung auf Dauer einfach zu feucht und Ihr lauft Gefahr Euch Untermieter ind Form von Pilzen und Schimmel einzufangen.

Artikelserie Königspython

Veröffentlicht von

Ich bin leidenschaftlicher Softwareentwickler und bekennender Open Source Fan, Freizeit-Blogger und Fallschirmspringer. Diese Seite ist meine private Spielwiese. Mehr Informationen über meine berufliche Qualifikationen gibt es unter www.keleo.de

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